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Für viele europäische und internationale Oldtimer Enthusiasten gilt die Retromobile in Paris als der Saisonauftakt im neuen Jahr. Hier trifft sich das Who is Who der Szene und das zieht auch die wohl bedeutendsten Händler Europas mit entsprechend hochwertigen Fahrzeugen an. Auch in diesem Jahr waren es die Sport- und Rennfahrzeuge, die die Speerspitze bildeten. Darunter Marken wie Bugatti, Talbot, Pegaso und natürlich auch Porsche, McLaren, Maserati, Alfa Romeo und Ferrari.
Wer über die großen Concours D´ Elegance Events der Welt im Bilde ist, konnte auf dieser Retromobile einige der Fahrzeuge an den Verkaufsständen wiederfinden. Darunter war beispielsweise der Jaguar XK120 Flying Mile Rekordwagen von 1953, der vor einigen Jahren am Concorso D´Eleganza zu sehen war.

Die wohl auffälligste Händlerausstellung war die Alfa Romeo Zusammenstellung am Stand von Lukas Hüni – passend zum 110-jährigen Jubiläum der Marke. Hier versammelten sich die wohl wichtigsten Rennfahrzeuge der frühen Renngeschichte, wie die Alfa Romeo Rennfahrzeuge aus der Scuderia Ferrari oder der Alfa Romeo SF48 Bimotore von 1935.
Beeindruckend weil nur selten zu sehen, war die Aufstellung einer ganzen Reihe von Alfa Romeo Guilletta Sprint Speciale mit Zagato Karosserie. Kein Fahrzeug gleicht dem anderen. Drei absolute Highlights waren der Alfa Romeo Tipo 33TT/3 F1 Rennwagen, der Alfa Romeo Guilia Tubulare Zagato (TZ) von 1964 und das formschöne Alfa Romeo Sportiva Coupé mit einer Karosserie von Scaglione, von dem vermutlich nur zwei Modelle gebaut wurden.

Hinter den ausgestellten Alfa Romeos waren noch drei echte Sportwagenraritäten zu sehen. Ein Ferrari 212 Inter Coupé mit Vignale Karosserie, der orangefarbene Lamborghini Miura und ein Ferrari 250 GT Berlinetta SWB mit Rennhistorie.

Automobile mit echter Rennhistorie waren auch in diesem Jahr im Fokus der Sammler und Interessenten. Das Angebot war groß und es gab für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel das entsprechende Modell. Fiskens zeigte hier mit das größte und exklusivste Angebot. Ein Highlight war der Ferrari 275 Competizione von 1966, der im gleichen Jahr Platz 10 in Le Mans belegte. Es ist das dritte Exemplar von nur zwölf gebauten Competizione Fahrzeugen aus Maranello. Gleich daneben der Gulf Mirge GR7 Prototyp (mit der Fahrgestellnummer M601) von 1972, mit dem zwischen 1972 und 1975 Graham Bell, James Hunt, Jackie Ickxs und Hobbs namhafte Rennen wie Le Mans, 24h von Daytona und die 1000km auf dem Nürburgring fuhren. Unmittelbar daneben noch ein Ferrari Formel1 Rennwagen mit dem Jackie Ickx auf den Rennstrecken anzutreffen war. 1967 wurde auf dem Genfer Automobilsalon der Ford GT40 mit der Fahrgestellnummer P/1069 präsentiert. Das Fahrzeug wurde an Shelby ausgeliefert und war Teil der Presseflotte. Zwar überwogen im Großen und Ganzen bei der Messe die Sport- und Rennfahrzeuge aus den 50er bis 80er Jahren, aber natürlich gab es dazwischen auch noch einige Vorkriegsfahrzeuge, wie zum Beispiel den Lago TalbotT26C von 1948, der Supercharged Squire von 1936 oder auch der Bentley 3 ½ Litre von 1925.

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