Video duration:  14:23  Publisher: Classic-Car.TV

Nach dem zweiten Weltkrieg und seinen Folgen startete Battista Pininfarina komplett neu durch. Das war nicht ganz einfach. Italienische Karossiers wurden beim ersten Automobilsalon nach dem Krieg in Paris nicht zugelassen. Pininfarina kapitulierte nicht und reiste auf Achse mit zwei in seiner Werkstatt gebauten Prototypen nach Paris. Das konnte ihm keiner verbieten. Manchmal ist die richtige Auswahl eines Parkplatzes entscheidend – so in diesem Fall. Pininfarina parkte die beiden Prototypen direkt vor der Messe. Jeder, der hinein wollte, musste sie sehen. Es handelte sich um einen Alfa Romeo 6C 2500 S und ein Lancia Aprilia Cabriolet, das ein Sohn Sergio nach Paris chauffiert hatte. Die Aktion stellte sich als voller Erfolg heraus und Pininfarina durfte sich über daraus resultierende Aufträge freuen.

Battista und sein Sohn Sergio gestalteten nur sehr wenige Fahrzeuge wirklich selbst. Lange Zeit war Felice Mario Boano Designer bei Pininfarina. 1944 wechselte er zu Ghia. Es folgten junge Designer, wie Franco Scaglione, Francesco Salomone oder auch Franco Martinengo. Die jungen Designer standen während ihrer Zeit bei Pininfarina teilweise in großer Konkurrenz zueinander – was von Battista Pininfarina durchaus befeuerte.
Die in dieser Zeit entstandenen Werke konnten sich sehen lassen. Besonders in den 50er Jahren entstanden einige der bedeutendsten Modelle bei Pininfarina, wie beispielsweise der Cisitalia 202. Dieser Sportwagen wurde erstmals 1947 auf der Automobilmesse in Turin gezeigt. Das Publikum war von den runden reduzierten Linien des Cisitalia begeistert. Im gleichen Jahr gewann der Cisitalia am Concorso D´Eleganza an der Villa D´Este in Cernobbio den ersten Preis. Rund 170 Fahrzeuge, inklusive einiger Cabriolets, wurden gebaut. Es war zugleich das allererste Fahrzeug, das im New Yorker Museum of Modern Art (MOMA) als permanentes Exponat aufgenommen wurde.

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