Video duration:  4:7  Publisher: Classic-Car.TV

Im Januar 1952 präsentierte der Fritz Fend aus Rosenheim dem Flugzeugkonstrukteur Prof. Messerschmitt seine Vision eines Rollermobils. Es war entstanden aus der Entwicklung eines Behindertenfahrzeuges. Produziert wurden diese Kleinstmobile zu Beginn in Fends Heimat Rosenheim – allerdings ohne positive Resonanz.
Dennoch hielt Willy Messerschmitt an Fends Idee fest, denn er suchte nach einer Auslastungsmöglichkeit der Messerschmitt Werke in Regensburg. In Produktion ging der Kabinenroller schließlich als Zweisitzer.
Nach dem Prototypen FK150, auch Fend Kabinenroller genannt, einem Roller mit einem 150 ccm Fichtel Sachs Motor, wurde im Frühjahr 1953 der Messerschmitt Kabinenroller KR 175 auf der Genfer Automobilausstellung vorgestellt. Das Modell sorgte sofort für Furore. Das Konzept war einfach und neuartig. Drei kleine Räder, ein simpler Motorradlenker, zwei in Reihe gestellte Sitze, eine Kabine unter einer Plastik Kuppel und ein Fichtel & Sachs Zweitaktmotor bildeten im Prinzip dieses neuartige Vehikel. Anfangs gab es nicht einmal einen Rückwärtsgang.
Die Produktion des Karosseriekörpers war günstig. Er war aerodynamisch geformt und mit der durchsichtigen Plexiglashaube abgedeckt, die zum Ein- und Aussteigen zur Seite geschwenkt wurde. Die Vorderräder sind direkt über zwei Spurstangen, ohne Getriebe, angelenkt und der Heckmotor direkt über einen Kettenantrieb mit dem Hinterrad verbunden. Das KR in der Modelbezeichnung bezeichnete übrigens den Begriff Kabinenroller. Der KR 175 hatte einen 175 ccm Motor mit einer Leistung von 9PS. Dennoch – die Begeisterung des Publikums war groß. Das Fahrzeug war eine Schau. Täglich produzierten die Messerschmitt Werke ca. 80 Exemplare.

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