Video duration:  3:27  Publisher: Classic-Car.TV

In dieser und weiteren Folgen möchten wir Ihnen die einzelnen Hammerformen und deren Anwendung vorstellen. Natürlich können Hammer für viele Zwecke eingesetzt werden, aber jeder Hammer hat eine Grundfunktion. So hat der Glättehammer (Schlichthammer), wie der Name es bereits sagt, die Funktion das Blech zu glätten. Wurde das Blech umgeformt, bleibt meist eine grobe Oberfläche zurück. Um dies zu Glätten benötigt man eine entsprechend geformte Unterlage und den Glättehammer. Als Unterlage dient in unserem Fall ein Amboss oder Fäustling, der genau der gewünschten Wölbung des Blechstücks entspricht. Warum dies so ist, zeigen wir in einem Beispiel. Treib man ein Blech über einen passenden Amboss, liegt das Blech genau an und jeder Hammerschlag verteilt sich um die gesamte Fläche und glättet das Material. Nimmt man einen Amboss mit einer zu großen Wölbung, wird mit jedem Hammerschlag das Blech nur punktuell getroffen und an dieser Stelle das Blech gestreckt. Es entsteht eine Delle im Blech. Macht man dies über eine größere Fläche, entsteht eine unerwünschte Form.
Der Glättehammer wird mit weichen Hammerschlägen angewendet. Jede Treib Bewegung wird mit einer leicht seitlich gleitenden Bewegung durchgeführt. Der Hammerkopf muss bei jeder Bewegung ganz flach auf die Oberfläche auftreffen, um Verletzungen durch die Hammerkopf-Kante an der Oberfläche des Blechs zu vermeiden. Durch die Bewegung, gleitet der Hammer leicht seitlich weg. Man benötigt keine große Kraft, um Karosserieblech oder Aluminium zu Glätten. Die Kraft kommt aus dem Eigengewicht des Glättehammers. Deshalb gibt es auch unterschiedliche Gewichte des Hammerkopfs. Kleine flache Hammerköpfe werden für das allerletzte Finishing verwendet.

Man unterscheidet bei Glättehammer auch zwischen flachen und gewölbten Treibflächen. Flache Hammerköpfe werden in der Verbindung mit einem gewölbten Amboss verwendet, gewölbte Hammerköpfe mit einem eher flachen Amboss.

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